Beschreibung: Mit einer Aufstiegsfortbildung zum/zur geprüften Industriemeister/-in qualifizieren sich Berufstätige aus der Hüttenindustrie zur Übernahme von wichtigen Organisations- und Führungsaufgaben sowie zur Mitarbeit in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Der ca. 27-monatige Lehrgang der BCW-Weiterbildung bereitet die Teilnehmenden nicht nur gezielt auf die IHK-Prüfung, sondern auch auf die Ausbildereignungsprüfung vor.
Moderne Hüttentechnik erfordert geschulte Experten
Am Schulungszentrum Duisburg werden an drei Abenden in der Woche zum einen fachübergreifende Basisqualifikationen wie betriebswirtschaftliches Handeln, arbeitsrechtliches Wissen und Kompetenzen in der Mitarbeiterführung vermittelt. Zum anderen beinhaltet der Lehrplan relevante Inhalte aus den drei Handlungsbereichen Technik, Organisation und Personal, zum Beispiel Eisen- und Stahlmetallurgie, betriebliches Kostenwesen und integrierte Managementsysteme. -- Voraussetzungen:
Prüfungsteil: Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen Für die Teilnahme an diesem Prüfungsteil müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen: 1. Ein anerkannter Ausbildungsabschluss in einem Beruf der Fachrichtungen Hüttentechnik, Metall oder Chemie und mindestens ein Jahr Berufspraxis 2. Ein sonstiger anerkannter Ausbildungsabschluss und mindestens 18 Monate Berufspraxis 3. Mindestens fünf Jahre Berufspraxis
Prüfungsteil: Handlungsspezifische Qualifikationen
Für die Teilnahme an diesem Prüfungsteil müssen Sie Folgendes nachweisen:
1. Die abgelegte Prüfung im Teil ?Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen?, die nicht älter als fünf Jahre ist und 2. Zusätzlich mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis und 3. Den Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse gemäß Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) oder einer vergleichbaren öffentlich-rechtlichen Regelung, die den Anforderungen des §?2 AEVO entspricht
-- Verlauf: -- Inhalte:
Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen
Rechtsbewusstes Handeln
- Arbeitsrechtliche Vorschriften und Bestimmungen, Arbeitsvertragsrecht, Tarifvertragsrecht und betriebliche Vereinbarungen
- Arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsrechtliche Vorschriften, Bestimmungen, Institutionen
- Umweltrecht
Betriebswirtschaftliches Handeln
- Grundsätze betrieblicher Aufbau- und Ablauforganisation
- Methoden der Entgeltfindung
- Kosten- und Leistungsrechnung
Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
- Erfassen, Analysieren und Aufbereiten von Prozess- und Produktionsdaten mit EDV-Systemen
- Unterscheiden von Planungstechniken
- Anwenden von Präsentationstechniken
- Erstellen von Statistiken, Tabellen und Diagrammen
Zusammenarbeit im Betrieb
- Arbeitsorganisation, Arbeitsplatz, Sozialverhalten und Betriebsklima
- Gruppenstruktur, Gruppenverhalten und Zusammenarbeit
- Eigenes und fremdes Führungsverhalten, Führungsgrundsätze
- Führungsmethoden und -techniken, Handlungsspielräume, Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit der Mitarbeiter
Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten
- Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten auf Materialien, Maschinen und Prozesse sowie auf Mensch und Umwelt
- Energieformen im Betrieb
- Technische Größen bei Belastungen und Bewegungen
- Statistische Verfahren sowie ihre grafische Darstellung
Handlungsspezifische Qualifikationen
Handlungsbereich ?Technik?
- Eisen- und Stahlmetallurgie
- Umformtechnik/Oberflächenveredelung
Handlungsbereich ?Organisation?
- Betriebliches Kostenwesen
- Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme
Handlungsbereich ?Führung und Personal?
- Personalführung
- Personalentwicklung
- Integrierte Managementsysteme
Ausbildung der Ausbilder
-- F?rderungen: