Cyber-Sicherheit in der Führungsetage
Cyber-Attacken nehmen rasant zu –  jedes Unternehmen kann zum Ziel werden. Der Gesetzgeber reagiert darauf mit verschärften Anforderungen an die Informationssicherheit und einer erweiterten persönlichen Verantwortung des Managements. Kurzum: Cyber-Security wird zur Chefsache.
Die NIS-2-Richtlinie verpflichtet zahlreiche Sektoren, darunter bisher nicht abgedeckte, zu strengeren Sicherheitsmaßnahmen und Meldepflichten bei Vorfällen. Für die Leitungsebene von als wichtig oder besonders wichtig eingestuften Einrichtungen werden Schulungen zur IT-Sicherheit verpflichtend.
Dieses exklusive Management-Seminar befähigt Sie als Mitglied der Unternehmensleitung eine angemessene Cyber-Sicherheit in Ihrem Unternehmen gezielt zu steuern und zu überwachen und damit persönliche Haftungsrisiken zu vermeiden. In geschütztem Rahmen erhalten Sie das praxisrelevante Know-how, das für die Ihnen obliegende Überwachung und Billigung von Aufbau und Umsetzung eines wirksamen Cyber-Security-Risikomanagements erforderlich ist. Das Seminar folgt dabei den aktuellen Empfehlungen des BSI zur NIS-2-Geschäftsleiterschulung, indem individuell sektorbezogen auf für Ihr Unternehmen typische Bedrohungsszenarien eingegangen wird. So erfüllen Sie mit diesem Seminar Ihre gesetzlichen Schulungspflichten nach NIS-2.
Ziel
Die Teilnehmenden erwerben das nötige Wissen, um Cyber-Sicherheit in ihrem Unternehmen wirksam zu etablieren und zu steuern. So können Verantwortliche Cyber-Attacken vorbeugen und im Ernstfall angemessen reagieren. Das Seminar legt den Wissensgrundstein, um Cyber-Vorfälle möglichst zu vermeiden und im Ernstfall Schäden zu reduzieren. Durch gezieltes Training in den rechtlichen Vorgaben sowie den technisch-operativen Aspekten von Risiko und Risikomanagement vermittelt es genau das Wissen, das nach NIS-2 verpflichtend ist.
Inhalt
Im engsten Teilnehmerkreis erhalten die Teilnehmende einen Überblick über die Anforderungen an eine angemessene Cyber-Security. Die Referenten arbeiten mit Beispielen, kombiniert mit Checklisten und der Simulation von konkreten Vorfällen. Der Tätigkeitsbereich der Teilnehmenden wird individuell mit berücksichtigt.
Behandelt wird:
- Haftungsrisiken für die Unternehmensleitung und Überblick über die rechtlichen Vorgaben
- Ressourcen: Verantwortung und Risikoanalyse
- Trainieren: Risikomanagementmaßnahmen definieren und weitere Anforderungen an die Cyber-Security
- Awareness: Auswirkungen von Risiken und Risikomanagement-Maßnahmen, Sensibilität, Motivation und Haftungsrisiken
- Notfallplan: Prozesse und Kommunikation, Registrierungs- und Meldepflichten
- Sektorspezifische Besonderheiten
Zielgruppe
Der Gesetzgeber legt im Umsetzungsgesetz zur NIS 2-Richtlinie eine Schulungspflicht und persönliche Haftung der Leitungsebene fest. Daher richtet sich dieses Exklusivseminar explizit an Mitglieder der Unternehmensleitung – also Geschäftsführungen, Vorstände, Aufsichtsgremien sowie leitende Personen zentraler Unternehmensbereiche. Juristische oder IT-spezifische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Das Seminar ist nicht für IT-Fachkräfte (z. B. CISOs oder IT-Sicherheitsbeauftragte) konzipiert.
Seminarprogramm
- Ressourcen
- Haftungsrisiken und Rechtsrahmen: Persönliche Haftungsrisiken für die Leitungs-ebene, Rechtsrahmen aus NIS-2-Richtlinie (BSIG)  
  - Zuständigkeiten: Verteilung der Verantwortlichkeiten, Ressourcen bereitstellen und (auch künftig noch) zulässiger Delegationsumfang
  - Risikoanalyse: Erkennen und bewerten von Risiken, Herangehensweise und praxisnahe Fahrpläne für die Risikobewertung  
  - Sicherheitslevel: Relevanz der Sicherheitslevel und wie sie bestimmt werden, Besonderheiten für bestimmte Sektoren (soweit relevant)
 
- Trainieren
- Know-how der rechtlichen Anforderungen an die Sicherheit mit Trainingsfällen: Konziser Überblick über die rechtlichen Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung über BSIG- und NIS-2-Umsetzungsgesetz bis hin zu Sondervorgaben, etwa im Energierecht
- Risikomanagement: Richtlinien als Compliance-Anforderung und Informations-Management-Systeme (ISMS) im Unternehmen umsetzen  
  - Checklisten mit BSI IT-Grundschutz und ISO27001: Handreichung für das C-Level, welche Checklisten und Tools bei der Kontrolle vorgeschlagener Maßnahmen, ihrer Billigung und der Überprüfung fortlaufender Einhaltung helfen, unter individueller Berücksichtigung der für Ihr Unternehmen relevanten Anforderungen  
  - Dokumentation, Registrierungs- und Meldepflichten: Entwicklung der Anforderungen an eine rechtlich sichere Dokumentation der Maßnahmen und Vorgänge sowie Überblick über die Meldepflichten, um im Ernstfall vorbereitet zu sein
 
- Awareness
- Auswirkungen von Risiken und Risikomanagementmaßnahmen auf den Unternehmensbetrieb: Überblick über die regelmäßigen Auswirkungen auf den Unternehmensbetrieb und ihre rechtliche Relevanz sowie Steuerungsoptionen: von Lieferverzögerungen über den Datenschutz bis hin zu Erpressungsforderungen
- Rechtliche Risiken bei unzureichender Sicherheit - Haftungsrisiken für das Unternehmen und das Management: Wann sind Cyber-Vorfälle „höhere Gewalt“ und unverschuldet, wann muss ein Unternehmen für Verzögerungen haften, wann drohen Vertragsstrafen und Schadensersatzansprüche von Betroffenen und wie kann ein Unternehmen diese Risiken minimieren? Zudem: Schäden des Unternehmens können zu Schäden des Managements werden, insbesondere nach Umsetzung der NIS-2-Richtlinie. Wie können diese persönlichen Haftungsrisiken minimiert werden? Was gilt individuell für Ihre Branche?
  - Mitarbeitende schulen mit Trainingsfällen: Welche Mitarbeiterschulungen sind unabdingbar, um die Awareness zur Risikoreduktion im gesamten Unternehmen zu verankern?
 
- Notfallplan
- Detecting: Anforderungen und rechtlich zulässige Möglichkeiten an eine fortlaufende Überwachung der Datenflüsse, um Hackerzugriffe frühestmöglich zu vermeiden
  - Reaktion planen und richtig durchführen mit Trainingsfällen: Wie Sie einen an Ihr Unternehmen angepassten Notfallplan erstellen und erfolgreich implementieren
  - Folgen erfolgreicher Angriffe: vom Umgang mit Erpressungsforderungen bis zum Handling von Schadensersatz- und Regressansprüchen mit Praxisbeispielen: Wie Sie nach einer Cyber-Attacke systematisch und schnell vorgehen, um Schäden zu minimieren: von der forensischen Aufklärung über die Formulierung von Behördenmeldungen über Betroffeneninformationen bis hin zum Umgang mit Erpressungsforderungen und dem Handling von Folgeansprüchen von Geschäftspartnern und Betroffenen
  - Registrierungs- und Meldepflichten: Rechtliche Anforderungen und strategisches Umgehen in der Behördenkommunikation
Weitere Informationen zum Seminar
Kontaktieren Sie uns gerne bei Rückfragen zum Seminar: vertrieb@bitkom-akademie.de.