Drehbuch, Durchführung und Bewertung – inspektionsfähig dokumentiert
Strömungsvisualisierung (Smoke Studies) scheitern selten an der Technik, sondern an Schnittstellen: Engineering, QA, Produktion und Dienstleister arbeiten – ohne gemeinsames Ziel – aneinander vorbei. Deshalb kommt Planung vor Durchführung: Ziel, Bedingungen, Szenarien und Dokumentation müssen vor dem ersten Nebelstoss feststehen. Das spart Nachdrehzeit, Ressourcen und Diskussionen, besonders unter Termindruck durch Anlagenfreigabe oder Inspektion. Mit EU‑GMP-Annex 1 zählt der belastbare Nachweis: was gezeigt wurde, unter welchen Bedingungen („at rest“/„in operation“) und wie es dokumentiert ist.
Diese Inhalte erwarten Sie im Seminar
- Strömungsvisualisierung als Prozess: Planung → Durchführung → Bewertung → Freigabe (wer entscheidet was und wann)
- Regularien beachten: Berücksichtigung der relevanten Regelwerke
- Drehbuch erstellen: Eindeutige Definition von Prüfziel, Prüfpunkten und Randbedingungen
- Betriebszustände sauber abgrenzen: „at rest“ vs. „in operation“ – was sich ändert und was unbedingt gleichbleiben muss
- Typische Störfaktoren prüfen: Personalbewegung, Equipmentposition, Türen/Barrieren, Übergaben – und wie Sie daraus klare Tests ableiten
- Auditsichere Dokumentation: Aufbereitung von Videosequenzen und Bewertung von Strömungsbildern, um sicher durch ein Audit zu manövrieren
- CFD richtig nutzen: wofür Simulationen in der Planung helfen und welche Fragen sie damit beantwortet können
- Interessengruppen Kennen und Verstehen: Identifizierung der verschiedenen Interessengruppen, Bedürfnisse und Erwartungen
- Mehrwert der Strömungsvisualisierung: Nutzen einer guten Strömungsvisualisierung erkennen und daraus Mehrwerte generieren
Das sind die Ziele des Seminars
- Sie kennen die Bausteine, um eine Strömungsvisualisierung so aufzusetzen, dass sie beim ersten Lauf auswertbar ist (Planung, Ablauf, Zuständigkeiten).
- Sie verstehen, wie Sie ein Drehbuch erstellen, das Prüfziel, Szenarien, Randbedingungen und Beobachtungspunkte eindeutig festlegen.
- Sie kennen die Unterschiede zwischen „at rest“ und „in operation“ und verstehen, wie beide Zustände korrekt geprüft werden, um typische Einsteigerfehler zu vermeiden.
- Sie verstehen, wie Sie Einflussfaktoren gezielt testen (statt „ein bisschen Nebel überall“) und die Ergebnisse nachvollziehbar bewerten.
- Sie kennen eine klare Argumentationslogik, um Ergebnisse zu erklären: was gezeigt wurde, warum es als Nachweis reicht und was bei Abweichungen folgt.
- Sie verstehen, wann CFD sinnvoll ist und wie es die Planung der Strömungsvisualisierung unterstützt.
- Sie kennen Vorgehensweisen, um die Zusammenarbeit im Team so zu strukturieren, dass alle dasselbe Ziel verfolgen und die Freigabe nicht an Missverständnissen scheitert.
Trainer: Benjamin Pfändler & Patrick Springer