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KI-Vertiefung: von Grundlagen bis zur selbstständigen Programmierung von KI-Anwendungen mit Keras (TensorFlow)
Deep Learning ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, das auf künstlichen Neuronalen Netzen basiert. Durch Trainings mit großen Datenmengen sind diese Netzwerke in der Lage, Muster zu erkennen und Vorhersagen zu treffen. Deep Learning Algorithmen finden bereits in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen und im Alltag Anwendung, zum Beispiel im Bereich autonomes Fahren, Sprach- und Texterkennung, optische Fehlererkennung sowie Online-Produktempfehlungen. Sie sind aktuell die bedeutendste und stärkste Algorithmusklasse im Bereich Machine Learning bzw. Künstliche Intelligenz. Es sind bereits zahlreiche Frameworks zur Umsetzung und Arbeit mit Neuronalen Netzen auf dem Markt verfügbar, mit denen Anwendern die Analyse von Daten mittels Deep Learning erleichtert wird. Keras (TensorFlow) ist aktuell das beliebteste Framework in der europäischen Industrie, da es sich durch seine Einfachheit und Mächtigkeit auszeichnet. Die dahinterstehende Open Source Community entwickelt das Framework stetig weiter und ermöglicht somit immer größere Möglichkeiten der Nutzbarkeit für Unternehmen.
Ziele
Zielgruppe
Der berufsbegleitende Zertifikatslehrgang zum Deep Learning Specialist richtet sich an Teilnehmende, welche einen kompakten und praxisorientierten Einstieg in die konkrete Anwendung von Deep Learning Algorithmen erhalten möchten. Zur Zielgruppe gehören u.a. Data Scientists, Data Engineers, Data Analysts, Business Intelligence Analysts, angehende Machine Learning (ML) Engineers, DL/ML Entwicklungsingenieure, Medizintechniker, Informatiker, Softwareentwickler im autonomen Fahren, Applied DL/ML Engineer, (Perception/DL) Research Engineers. Die Teilnehmenden sind nach dem Lehrgang in der Lage, eigenständig Deep Learning Algorithmen auf Projekte und Business Cases zu übertragen.
Voraussetzung für die Teilnahme: Bitte beachten Sie, dass dieser Lehrgang kein Anfängerkurs ist. Es steht das konkrete Programmieren und Umsetzen von Deep Learning Anwendungen im Vordergrund. Hierbei werden, wenn notwendig, auch (mathematische) Grundlagen erklärt. Für den Lehrgang benötigen Sie erste Erfahrung in Python bzw. die Beherrschung einer anderen Programmiersprache. Notwendig sind neben den Programmierkenntnissen grundlegende Vorkenntnisse im Bereich der Statistik, Begriffsdefinitionen wie bspw. Mittelwert, Median, Standardabweichung, Normalverteilung) und Kenntnisse grundlegender mathematischer Symbole und Begriffe (Summenzeichen, Integral, Funktion, Ableitung, Menge der natürlichen und reellen Zahlen, Vektor, Matrix). Das Grundverständnis von Matrizen und Vektoren und deren Berechnung wird bei einigen Kapiteln vorausgesetzt.
Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats ist die Bearbeitung unterschiedlicher Aufgaben zwischen den Modulen 3 und 4. Die Aufgaben werden im Rahmen von Q& A Sessions ausführlich ausgewertet und diskutiert.
Inhalte
Module im Überblick
Seminarprogramm
Modul 1
Deep Learning: Einführung, Grundlagen & Vertiefung – Essentials von Deep Learning und Keras: Datenaufbereitung, Architekturen (MLP, CNN), Training eines Netzwerks
In Modul 1 werden die Grundlagen von Deep Learning und dem Framework Keras erläutert. Grundlagen der Datenaufbereitung werden vertieft, bevor das Multi-Layer-Perceptron (MLP) Schritt für Schritt erklärt wird, um eine Basis für alle späteren Netzwerkarchitekturen zu haben. In diesem Zusammenhang werden wichtige Grundbegriffe erklärt und in Übungsaufgaben die Umsetzung gefestigt. Die Inhalte umfassen die Struktur eines MLP, die Schritte beim Trainieren eines Neuronalen Netzes und das für Bilddaten wichtige Convolutional Neural Network (CNN) mit einer Faltungsschicht (Convolutional Layer). Überdies wird die Klassifikation von Bildern mit einem CNN umgesetzt und die Überwachung des Trainings und Speichern von Zwischenergebnissen mit Keras Callbacks und Mlflow besprochen.
Tag 1
Tag 2
Modul 2
Deep Learning mit Bilddaten – Klassifizierung, Object Detection, Semantische Segmentierung, Training bei wenigen Daten, Unsicherheitsbestimmung, Semi-Supervised Learning
Modul 2 fokussiert sich auf die Verarbeitung von Bilddaten mit Deep Learning. Neben der Einführung in wichtige Grundlagen von numpy zur Behandlung von Bildern wird die Multi-Label Klassifizierung erörtert und vorgestellt. Es wird zudem die Object Detection mit Bounding Boxes behandelt, um Objekte auf Bildern mithilfe von rechteckigen Bounding Boxes zu erkennen und zu klassifizieren. Danach wird die semantische Segmentierung anschaulich erläutert, welche beispielsweise im autonomen Fahren Anwendung findet.
An Tag 2 liegt der Fokus auf dem Training von neuronalen Netzen mit wenigen bzw. unzureichenden Daten, was in der Realität oft der Fall ist. Es wird die Daten-Augmentierung, d.h. die künstliche Vergrößerung des Datensatzes durch Verzerrung der bisherigen Trainingsdaten sowie das Fine-Tuning / Transfer Learning, d.h. das Verwenden von neuronalen Netzen, die auf anderen Datensätzen vortrainiert wurden, vorgestellt. Zudem wird ein Schwerpunkt das Thema Uncertainty Estimation sein, um eine bessere Einschätzung der Klassifizierungswahrscheinlichkeit zu erhalten. Modul 2 wird durch Semi-Supervised Learning, einer Lernmethode, in der neben gelabelten Daten auch ungelabelte Daten verwendet werden, abgeschlossen.
Tag 3
Tag 4
Modul 3
Deep Learning mit Sequenzdaten: Text und Zeitreihen – Vorbereitung der Daten und bekannte Architekturen (RNN LSTM). Grundlagen vom Natural Language Processing (NLP)
In Modul 3 werden die Grundlagen von Deep Learning Sequenzmodellen vermittelt. Diese spielen eine wichtige Rolle u. a. in der Verarbeitung natürlicher Sprache, dem Natural Language Processing (NLP). Viele industrielle und wissenschaftliche Daten müssen als Zeitreihendaten im Deep Learning Kontext speziell behandelt werden. Ein Tag des Moduls widmet sich der Sprachverarbeitung. Dieser Teil stellt zunächst klassische Verfahren mit Machine Learning dar, z. B. zur Textklassifikation und Informationsextraktion. Danach werden neuronale Netze verwendet. Das Modul beginnt hier mit dem automatischen Lernen von Wortvektoren, führt dann Sequenzmodelle ein (z. B. zum Part-of-Speech-Tagging) und endet dann mit Sequenz-zu-Sequenz-Modellen mit vortrainierten und selbst trainierten Transformer-Modellen (z. B. zur Übersetzung oder Zusammenfassung).
Zudem werden Zeitreihendaten und die Recurrent Neural Network (RNN) Architekturen behandelt. Es wird aufgezeigt, wie ein RNN aufgebaut ist und wie dieses Schritt für Schritt in Keras umgesetzt werden kann. Zudem wird ein Einblick in die Erweiterungen, das LSTM (Long Short Term Memory) und die GRU (Gated Recurrent Unit) gegeben. In der Praxis kommt oft eine Mischung aus traditionellen und modernen Verfahren zum Einsatz. Hierbei werden auch die leistungsstarken Algorithmen, wie Facebook Prophet für die Analyse von Zeitreihendaten behandelt und analysiert.
Tag 5
Tag 6
Modul 4
Deep Learning Web App & Chat GPT / Prompt Engineering und weitere Deep Learning Anwendungen:
Web Applikation streamlit für Deployment, Clustering mit Deep Learning , Grundlagen, Stärken und Grenzen von ChatGPT
Modul 4 fokussiert sich an Tag 1 auf das Deployment der trainierten Algorithmen mit der Web App streamlit. Diese werden, basierend auf bereits trainierten Modellen des Lehrgangs, in eine streamlit Applikation eingebunden. Das Framework streamlit eignet sich zur leichten und schnellen Erstellung von Web Applikationen. Ziel ist es, die Funktionalitäten kennen zu lernen, um eine eigene Webapp erstellen zu können, so dass auch unerfahrene Benutzer Zugang zu den trainierten Netzen und dessen Output haben. Hierbei werden insbesondere die Möglichkeiten der Datenvisualisierung behandelt.
Daneben wird ein Ausblick auf weitere Anwendungsmöglichkeiten im Deep Learning gegeben. Es wird ein spezieller Case des Unsupervised Learning behandelt. Dabei werden mit den Algorithmen UMAP und HDBSCAN ungelabelte Bilder geclustert, um exemplarisch die automatische Sortierung von Bildern zu veranschaulichen. Zudem wird ein Einblick in das Debugging in Tensorflow / Keras gegeben und Best Practices für das Deep Learning vorgestellt.
Außerdem wird ChatGPT als Vertreter einer NLP Anwendung vorgestellt, beginnend mit technischen Hintergrundinformationen zu Modell und Daten, die hinter ChatGPT stehen. Es wird gezeigt, für welche Anwendungsfälle man am besten zu ChatGPT greifen sollte. Hierzu zählen unter anderem die Generierung von Text (z. B. Stellenanzeigen, Blogeinträgen, Marketingtexten / Copywriting), die Analyse von Texten und Ausgabe strukturierter Information (z. B. Sentiment-Analysis) und Übersetzung. Dann betrachten wir das Prompt Engineering: Methoden, mit denen wir unsere Ergebnisse durch bessere Nutzung des Modells verbessern können. Zuletzt beschäftigen wir uns mit möglichen Integrationen von ChatGPT.
Der Lehrgang schließt mit einer umfassenden Q& A-Session ab, um offene Fragen und Problemstellungen, auch aus Ihrer Praxis, zu diskutieren. Zudem wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.
Tag 7
Tag 8
Weitere Informationen zum Seminar und zur Direktbuchung - auch als Inhouse-Schulung buchbar.
Kontaktieren Sie uns gerne bei Rückfragen zum Seminar: vertrieb@bitkom-akademie.de.
Termine und Orte
| Von | Bis | Ort | Durchführungs- garantie |
Frühbucher bis Betrag |
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| 24.09.2026 | 04.12.2026 | Live Online-Kurs |